ANERKENNUNG

Es war einmal ein kleiner Junge, der lebte in einem kleinen Haus an einem Waldrand. Er spielte jeden Tag in dem Wald. Aber am meisten liebte er die Blumenwiese, die am Waldrand lag, zwischen dem Wald und einem kleinen plätschernden Bach. Immer wenn der kleine Junge sich entspannen wollte, legte er sich auf die Blumenwiese, lauschte dem Plätschern des Baches und unterhielt sich mit den Blumen.

Eines Tages, als er wieder zu der Blumenwiese kam, war er ganz erschrocken: Die Blumen ließen alle ihre Köpfe hängen und waren sehr traurig. "Was ist mit euch los?" fragte er besorgt seine geliebten Blumen mit Tränen in den Augen. "Gestern nachmittag kam eine Menschengruppe hier vorbei. Sie war auf der Suche nach Blumen für ihren Blumenstrauß. Und sie haben uns alle stehen lassen, weil sie meinten, wir passen nicht in ihren Strauß. - Wir sind einfach nicht so schön wie die anderen Blumen!"

Darauf antwortete der kleine Junge sehr erleichtert: "Für mich seid ihr wunderschöne Blumen, und ich bin froh, dass die Leute euch nicht abgepflückt haben! Ob andere euch schön finden oder nicht, hat nur mit denen zu tun, nicht mit euch. Und vielleicht haben sie euch nicht abgepflückt, weil sie begriffen haben, dass eure wahre Schönheit nur hier auf der Wiese am Bach sichtbar ist und nicht in einem Blumenstrauß." Die Blumen richteten nun ihre Köpfe wieder der Sonne entgegen und wurden immer fröhlicher. Bald war wieder alles wie vorher.

Einige Wochen später kam wieder eine Gruppe von Menschen des Weges, die auch überlegten, ob diese Blumen ihren Blumenstrauß bereichern könnten. Auch sie ließen die Blumen stehen. Da fragte eine kleine Blume: "Ist es so, dass ihr das Gefühl habt, dass unsere Schönheit nur hier auf der Wiese am Bach wirkt und nicht in eurem Strauß?"

Ich habe nicht mehr mitbekommen, was die Menschen antworteten. Ich weiß nur, dass die Blumen ihre Fröhlichkeit nie mehr verloren haben.